Lehrmittelsammlung MINT - außerschulische Projekte
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Mit der Astronomie-Software MaxIm DL kann man die Bildaufnahme am Teleskop kontrollieren und auch gleich auswerten. Man zieht einfach über das aufgenommene Spektrum eine rechteckige Box und lässt sich dann die Pixelhelligkeiten als Zahlenwert ausgeben.

 

Die so ausgegebenen csv-Dateien kann man mit einer gewöhnlichen Tabellenkalkulation als Graphen ausgeben.

Kalibrieren von zahlreichen Spektren für einen Atlas

Die etwas komfortablere Methode ist die Anwendung der Software rspec zum Generieren der Spektren. Hier kann man relativ einfach die nach gleicher Methode aufgenommenen Spektren kalibrieren, indem man markante Linien in einem Sternspektrum manuell zuordnet. Für alle anderen Sterne, die am gleichen Tag bei gleicher Lage des Spektrographen gemacht wurden, liegen die Linien natürlich genauso.

Hier zwei Beispiele: blau ein Referenzspektrum, rot der Ausschnitt unseres aufgenommenen Spektrums.

 

ein typisches O-Stern-Spektrum (der O9 II-Stern gamma Tauri)

 

Man sieht klar, dass das Kontinuum bei dem frühen Typ (O-Stern) relativ glatt ist und nur wenige Absorptionslinien aufweist. Der kühlere K-Stern allerdings hat ein sehr zerklüftetes Spektrum mit zahlreichen tiefen und breiten Linien.

Außerdem kann man beim K-Stern sehen, dass das Strahlungsmaximum eindeutig bei röteren Wellenlängen ist, nämlich hier etwa bei 7000 Angström, während das Maximum des O-Sterns links außerhalb des Diagramms zu sein scheint, also bei sehr viel kürzeren Wellenlängen, jenseits des Sichtbaren.

ein typisches K-Stern-Spektrum (der K5 III-Stern alpha Tauri, Aldebaran)

 

Mit dieser sehr einfachen (schul-tauglichen) Methode kann man also bereits die einfache Spektral- und Leuchtkraftklassifikation der Sterne nachvollziehen.

 

DANKE
Diese Aufnahmen wurden auf der Marienburg-Sternwarte gemeinsam mit Dr. Arndt Latußeck und einem seiner Schüler aufgenommen. Der Schüler und meine Studentinnen haben diese Daten ausgewertet und Facharbeiten geschrieben.

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