Lehrmittelsammlung MINT - außerschulische Projekte
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Mit der modernen Idee von Schwarzen Löchern als Objekte, aus denen das Licht nicht entweichen kann, kann man in historische Bücher schauen und beurteilen, ob es diese Idee (wenngleich wahrscheinlich unter anderem Namen) auch bei historischen Vorläufern gab. Im "Schatz der Gedanken der Menschheit" ist es unwahrscheinlich, dass jemand heute eine Idee wirklich zum allerersten Mal hat.

Tatsächlich werden wir fündig: z.B. bei Pierre Simon Laplace. Er denkt in seinem Buch über Himmelsmechanik tatsächlich Körper mit einer höheren Fluchtgeschwindigkeit als Lichtgeschwindigkeit. - Natürlich hatte Laplace 1796 noch keine Relativitätstheorie mit dem Ergebnis, dass Vakuumlichtgeschwindigkeit die Obergrenze für Reisegeschwindigkeiten im Universum ist. Und natürlich hat Laplace nicht die Schwarzschild-Lösung der ART vorweg genommen und mithin ein völlig anderes Bild gehabt von seinen "corps obscure" als wir es heute von Schwarzen Löchern zeichnen. Aber einer der Grundgedanken lässt sich dort finden.

Viel früher als in der frühen Neuzeit brauchen wir wahrscheinlich nicht nach solchen Gedanken zu suchen, da vor Notation des Newtonschen Gravitationsgesetztes ein ganz anderes Bild von Physik und den Mechanismen, die die Welt im Innersten zusammenhalten, vorherrschte. Mindestens die Newtonsche Gravitationstheorie ist notwendige Voraussetzung für diese Gedanken, denn die Einsteinsche Gravitationstheorie (ART) kann man als Verfeinerung oder Erweiterung der Newtonschen betrachten. Würde man bei Aristoteles oder al-Haytham einen Satz finden, der etwas ähnliches wie Schwarze Löcher vermuten lässt, würde ich es für unglaubwürdig halten, weil deren Physik keine Dynamik (Lehre von den Kräften) enthält.

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