Größe der Erde

Zwei Sonnenuhren (oder Gnomone von solchen) an zwei Orten verschiedener geographischer Breite.

Gnomon = Akazienstachel in meinem Notizbuch 2008.
Aus der Schattenlänge berechnet sich die Sonnenhöhe über den Tangens und die Zenitdistanz der Sonne entspricht der geographischen Breite. Antik ist das nicht so berechnet worden, aber wir können es heute in didaktischer Reduktion so machen.
Kennt man den Abstand der beiden Orte in Kilometern und den Winkelabstand (indem man oben die beiden geographischen Breiten bestimmt hat), kann man ausrechnen, wie groß der ganze Erdkreis ist: Dreisatz.

Diese Methode hat Eratosthenes von Alexandria bereits ~220 v.Chr. erfolgreich angewandt und d.h. bereits ihm war klar, dass die Erde eine Kugel ist.

Das wichtigste der (vielen) Argumente dafür war die Tatsache, dass die Erde stets einen runden Schatten wirft: egal, ob das Licht von Osten oder Westen kommt, eine Mondfinsternis zeigt stets einen kreisförmigen Schatten. Der einzige Körper, der immer einen kreisförmigen Schatten wirft, egal, von wo er beleuchtet wird, ist eine Kugel.